NOISEXISTANCE

event, lecture, live

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Vom 24. bis 26. Juni findet in Bremen der internationale Festival-Kongress NOISEXISTANCETheorie und Praxis des Lärms statt.

Noise ist die Bezeichnung für ein musikalisches Genre, das in den 1980er Jahren in Japan entstand. Sämtliche traditionellen Parameter einer musikalischen Schallorganisation sind suspendiert: Metrum, Rhythmik, Harmonieführung und Melodie werden durch eine Arbeit mit Lärm, Rauschen, Verzerrungen und Störgeräuschen ersetzt. Aktuell lässt sich beobachten, wie Noise in eine unüberschaubare Menge musikalischer Genres integriert wird, als Bezugs­punkt für Sound Art und Neue Musik dient und sich einen Weg in den akademischen Diskurs bahnt. NOISEXISTANCE bringt Positionen aus den Bereichen der Philosophie, Kultur- und Musikwissenschaft sowie künstlerischer und politischer Praxis zusammen, um zentralen Fragen aus dem Spannungsverhältnis von Noise, Aufruhr und Musik nachzugehen.

Mit Vorträgen von Paul Hegarty, Hans-Joachim Lenger, Mattin, Goerges Nicolas Wolff und David Wallraf.

Konzerte und Performances von Michael Barthel, CoCo, Crank Sturgeon, Hure, Helge Meyer, Sisto Rossi, Scheich in China, Anna Schimkat und Sun Worship; einer Aufführung der Komposition La Légende d’Eer von Iannis Xenakis und einem Screening des Films Decoder in Anwesenheit des Regisseurs Klaus Maeck.

Eine Kooperation der Projektgruppe Neue Musik und Reihe Neue Musik Bremen, der Galerie K‘, dem Kunst- und Kulturverein Spedition, der Schwankhalle und der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

modulationen des schreckens, dec. 16th

lecture

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vortrag, spedition bremen.

16.12.15 20.00

von der akustischen schreckensproduktion des krieges bis zu den musikalischen modulationen des alltagslebens durch audio-branding zieht sich ein thema, dass mit den theoretischen konzeptionen der disziplinargesellschaft michel foucaults sowie der kontrollgesellschaft von gilles deleuze beschrieben werden kann. diese theorien bedienen sich selbst eines musikalischen begriffsapparats, der aber an keiner stelle expliziert wird. der Vortrag untersucht die rolle, die musik und schallproduktion in verschiedenen kontexten von gewalt, machtausübung und kontrolle spielen.

Vortrag und Performance im Golem

lecture, live

Rauschen und Lärm – Über das Scheitern einer Analyse

Mittwoch, 14.05.14, Golem, Große Elbstraße 14, Beginn 20.30

Benjamin Sprick und David Wallraf, HFBK Hamburg

Noise ist Lärm, Geräusch, Krach und seit den 1980er Jahren ein Musikgenre, dass die Auflösungstendenzen der musikalischen Avantgarden sowie radikale Entwicklungen der populären Musik kulminieren lässt. In einem seit Oktober 2013 bestehenden Forschungsprojekt werden an der HFBK die künstlerischen und politischen Implikationen von Noise untersucht. Der Abend wird einen Überblick über die laufende Diskussion geben. Dabei werden vor allem die Schwierigkeiten thematisiert, denen sich der Versuch ausgesetzt sieht, einer ästhetischen Formation, die sich in erster Linie durch Zurückweisung und Negation definiert, mit analytischen und wissenschaftlichen Methoden zu begegnen.

Im Anschluss an den Vortrag werden die unterschiedlichen musikalischen Hintergründe der Referenten (Harsh Noise und klassisches Cello) in einem Live-Set verbunden.

http://golem.kr/?p=5288