1946-1949 released on neoprimitive

recording, release

A limited edition of 100 C30 tapes and/or a digital download is now available on Neoprimitive’s bandcamp site. This album was recorded in 2016 and mixed in 2019. It is based on field recordings collected on north sea beaches and the harbour area of Hamburg.

The concept and design revolve around a flag that german ships had to fly between the years 1946 and 1949:

„After the defeat of Germany in World War II, the country was placed under Allied administration. Although there was neither a national German government nor a German flag, German ships were required by international law to have a national ensign of some kind. As a provisional civil ensign of Germany, the Council designated the international signal pennant Charlie representing the letter C ending in a swallowtail, known as the C-Pennant (C-Doppelstander, C as in capitulation). The Council ruled that ’no ceremony shall be accorded this flag which shall not be dipped in salute to warships or merchant ships of any nationality‘.“

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recording

Final track in a series of five. Bored/frustrated with proper song titles. Messing around with the unicode character table. Alphabetical noise. Tracks share a common theme of putting the atmosphere of actual nightmares into sonic collages.

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Glissando II

installation, recording

Glissando II entstand aus einer Kollaboration von Benjamin Sprick (Cello) und David Wallraf (Elektronik/Montage) für die Abschlussausstellung yet incomputable des Graduiertenkollegs der HFBK Ästhetiken des Virtuellen. Diese Audioarbeit steht in engem Bezug zu Benjamin Spricks Dissertation Resonanzen des Virtuellen, die Ausstellung kann am 04.11. und 17.12.2017 in der Sammlung Falckenberg in Hamburg Harburg besucht werden.

Die Dissertation Resonanzen des Virtuellen. Das Bewegungs-Profil und das Zeit-Profil der Musik bearbeitet eine Problemstellung im Spannungsfeld von Musiktheorie, Philosophie und Komposition. Sie geht von der Frage aus, inwiefern sich der von Gilles Deleuze in seinen beiden Kino-Büchern beschriebene Übergang von einem Bewegungs-Bild zu einem Zeit-Bild im Film auch in der Musik aufzeigen lässt. Das Ziel der Arbeit besteht darin, eine musikalische Ästhetik des Virtuellen zu entwickeln: Sie fragt danach, wie das Virtuelle musikalisch wahrgenommen und empfunden werden kann.

Ein Übergang von Bewegung und Zeit bzw. deren unausgesetzte ›Amalgamierung‹ lässt sich in der instrumentaltechnischen Operation des Glissando ausmachen: einer gleitenden Klangbewegung, die Kontinuität und Veränderung in vielfacher Weise ineinanderfließen lässt. In seiner sowohl extensiven als auch intensiven, verschiedenen Formen der Beschleunigung und Verlangsamung unterworfenen Bewegung erweist sich das Glissando als unteilbar, um sich in dieser Unteilbarkeit zugleich permanent zu verändern.

Als ›Klang-Bild‹ (image-sonore) konzipiert, setzt Glissando II Cello-Sounds verschiedenen digitalen Manipulationen aus (Ring-Modulator, Granularsynthese, Time-Stretch). Den theoretischen Ausgangspunkt bilden dabei musikalische Begriffe (›Modulation‹, ›kontinuierliche Variation‹, ›universelle Verzerrung‹), die Deleuze in seinem Text »Postskriptum über die Kontrollgesellschaften« verwendet hat.